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Zeller See - Und sie existieren doch...
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Montag, 09. Oktober 2017

 

Rene Winding aus Niedernsill mit dem offiziellen Karpfenrekord - 25,50 kg - aus dem Pinzgauer Zeller See.

Gefangen im Herbst 2012.

 

Das im Zeller See aber weit größere Karpfen existieren beweist der Fund, bei der Seereinigung 2014, eines toten gigantischen Karpfens! Der bereits halbverweste Cyprinide wurde vom Obmann des "Fischereivereins Renke" Wilhelm Haarlander höchstpersönlich und einem weiteren Vereinsmitglied im Schilf des Südufers am Zeller See entdeckt und auch gleich vermessen. Maße des unglaublichen Fisches: 125 - 130 cm!!

Geschätztes Gewicht: über 40 kg!

 

Siehe auch meinen Bericht vom 17. April 2008: Zeller See - Und sie existieren doch....

Liebe Pinzgauer Karpfenfreaks,
in den frühen Morgenstunden - kurz vor der Dämmerung - an einem Samstag im Juli 1991 hatte ich am Zeller See einen Karpfenbiss, der mir bis heute in den Knochen steckt.
Der Fisch hat mir in kürzester Zeit die gesamte Schnur von der Rolle gerissen, an die 200 Meter, und zuletzt, wie soll es den anders sein, dass Vorfach abgerissen, bei einer Schnurstärke von 0,40 mm!!


Ich fischte vom Ufer aus und unser Boot war leider nicht sofort startklar!
Unerfahrenheit und bis zu diesem Datum einfach eine unbekannte Dimension!
Ich hatte damals einfach "null" Chance, mein Gegenüber war zu mächtig!
Ein Biss, der mein Leben prägte......

Es wurde sofort aufgerüstet, das Beste in den Angelgeschäften war gerade gut genug!

 

Mein persönlicher Einsatz und der meiner Kollegen war über Jahrzehnte einfach unbeschreiblich..........aber viele, viele Jahre zogen ins Land und kein Anzeichen eines Monsterkarpfens war zu sehen oder zu spüren.

Bis zum letzten Sonntag, den 13. April 2008, denn was ich da gesehen habe sprengt nun selbst meine Vorstellungskraft für den Zeller See!
Diese Sichtung bestätigt einfach, die Notwendigkeit meiner Ausrüstung im Ernstfall, aber auch unseren unglaublichen Einsatz über all die Jahre.
Ob es mir jemals gelingen wird einen von diesen mächtigen "Cypriniden" zu fangen steht wohl in den Sternen............

Sonntag, der 13. April 2008
Seeforellen-Fischen war angesagt, aber leider wie so oft beim Schleppen keinen Zupfer. Da packte ich kurzerhand meine Spinnrute aus und begann - mit einem Perlmutt-Blinker kombiniert mit einem Spirolino - das Nordufer und etwas später auch das Südufer abzufischen!
Es war komplett windstill und das Wasser war glasklar, wie in einem Aquarium und die Sonne strahlte direkt auf das herrliche Wasser des Zeller Sees und liesen es in einer wunderbaren Optik erscheinen.

Durch den Zug der Spinnrute, aber auch durch eine leichte Strömung bewegte sich mein Boot langsam aber stätig vorwärts und immer weiter in die Flachwasserzone hinein. Wasserplanzen sind zu dieser Jahreszeit kaum zu sehen und das Wasser war nun vielleicht nur mehr 2,5 Meter tief.

Mein Boot steuerte in Zeitlupe genau auf einen Karpfenschwarm zu, als ich die Fische bemerkte stellte ich sofort das Spinnfischen ein und versuchte mich nicht zu bewegen. Die Fische nahmen vorerst kaum Notiz von mir, obwohl mein Boot beinahe an die 3-4 Meter an sie herangekommen war. Es waren ca. an die 10 bis 12 Karpfen, wobei der Kleinste auch noch an die 10 kg gehabt haben dürfte!
Aber 3 Fische davon - liebe Leser - hatten eine Größe, die ich noch nie zuvor in meinem Leben in "natura" gesehen hatte.

Einer davon, ein Spiegelkarpfen, extrem dick - geschätzte Länge 110 cm bzw. 2 Schuppenkarpfen - die machen mich komplett verrückt - dürften glatt um 120 cm lang gewesen sein.

Einfach unglaublich, ~ 3-4 Meter neben meinem Boot und teilweise nur einen halben Meter unter der Wasseroberfläche, da haut's doch jedem Karpfenfreak alle Sicherungen raus!!

Das Gewicht zu schätzen ist extrem schwer, weil man in die Tiefe schlecht sieht, aber vergleichen Sie - anhand der Länge - doch selbst mit den internationalen Karpfen-Fängen, Sie werden feststellen der Zeller See ist mit seinen Super-Fischen ganz vorne dabei und das mitten in den Alpen.

Es liegt nun an uns Pinzgauer Karpfen-Fischern dies endlich einmal wirklich zu beweisen, was der Zeller See für Monster-Karpfen beherbergt!

In diesem Sinne, der erste Motivations-Schub 2008, an die Pinzgauer Karpfenszene.

Euer Fischer-Berni

 

Anmerkung: Mein persönlicher Karpfenrekord (PB) am Zeller See liegt bei 18,20 kg - 94 cm aus dem Jahre 2010, habe aber nun schon seit Jahren das Karpfenfischen aus privaten und gesundheitlichen Gründen am Zeller See eingestellt. Aber vielleicht komm ich wieder, die Hoffnung auf so einen Traumfisch stirbt zuletzt.

 

 

Schwerster in Österreich gefangener Karpfen 41,50 kg - über 110 cm.
Gefangen von Gerald Schwaiger im FZZ See (kommerziell) in der Steiermark.

Quelle: www.rekordfische.at

 

PS.: Ein Bericht als Motivations-Schub an die Pinzgauer Karpfen-Szene!

Petri Heil!

 

 
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Kommentare (2)

1 Karpfler 09 Oktober 2017 um 10:29
Hey Berni,

wirklich beeindruckend die Geschichte. Ich habe noch eine Frage zu dem sog. "Monster-Karpfen" von 1991....ich bezweifle natürlich nicht, dass du anhand des Bisses/Drillverhaltens den Fisch als Karpfen erkannt hast, aber ist es möglich, das es ein Wels war? Die sind ja im Zeller See auch zu wirklichen Giganten herangewachsen und können im Ernstfall einem ganz schnell die Schnur wegfegen. Oder hast du den Fisch damals sogar gesehen?

Mir ist es mit dem erwähnten Karpfen-Schwarm an der Oberfläche auch mal so gegangen, es waren zwar nicht so große Tiere, aber um die 10 KG haben sie wohl gehabt, es waren ca. 20 Cypriniden. Unglaublich beeindruckender Anblick, das macht für mich das Fischen unter anderem ja aus.

Super Artikel, sehr informativ, ich hoffe das die 25 KG bald geknackt werden.
2 Fischer-Berni 09 Oktober 2017 um 12:59
Karpfler, zu Deiner Frage: "Monster-Karpfen" von 1991...
Einen riesigen Wels, ja den hatte ich beim Karpfenangeln auch mal am Haken. Ich glaube die lieben meine Fisch-Boilies, hatte da auch noch weitere verdächtige Bisse. Nur der Wels verhält sich ganz anders, der zieht nicht wie eine Rakete knapp unter der Oberfläche ins freie Wasser hinaus. Ich habe den Fisch nicht gesehen, es war außerdem ja auch noch dunkel, aber ich bin nach meiner langjährigen Erfahrung nach wie vor der Meinung, es war ein Monster-Karpfen, der mein Boilie eingesaugt hatte!
Der Karpfen-Fund und diverse Sichtungen bestätigen ja die Existenz solcher Monster-Fische. Ich denke wir haben in Wirklichkeit wenig Ahnung, was da unter der Wasseroberfläche so herumschwimmt...
Heinz Machacek von - www.fishing-worldrecords.com - und ich sind der Meinung, die wirklich kapitalen Fische in unseren Gewässern generell, werden nie gefangen, sie sterben an Altersschwäche.

Unser Zeller See ist die Heimat verschiedenster Fischarten und das in Rekordgrößen. Grundsätzlich - so denke ich - liegt das große Geheimnis in der sauerstoffreichen Tiefe des Sees...

Für Spannung ist jedenfalls gesorgt.

Petri Heil!
Fischer-Berni
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